Nimotheus Leopold Hetterich ...mein heißgeliebter Kobold.
Eine phantasievolle Erzählung für einfach jeden, der/die das Kinderlachen noch nicht verloren hat.

Zum Inhalt:
Nebel verschlang den friedlich vor sich hin gleitenden Fluss. Der Herbst hatte den kleinen Wald oberhalb des Weinberges fest in seinem Griff. Nimotheus Leopold Hetterich, kurz Nim genannt und seines Zeichens Weinbergkobold, leitet bereits in der siebten Koboldgeneration seine eigene Traubensaftmacherei. Doch eines Tages verändert sich in Nims kleinem Leben alles. Die Fee Filliona, die beinahe allabendlich so wunderbar singt, verliert ihre Stimme. Die wichtigen Häupter des nahe gelegenen Dörfchens Koboldburg stecken aufgeregt die Köpfe zusammen und der herbeigerufene Magier Beladin findet schnell heraus, was der Fee fehlt. Freiwillige werden gesucht, die sich auf eine unbekannte Reise begeben sollen. Nim, eher schüchtern, erschrickt, als sich seine Freundin, der Waldschrat Henriette unerwartet zur Verfügung stellt. Bislang führten beide ein ruhiges und beschauliches Leben. Bis zu jenem Tag. Ehe sich Nim versieht, befindet er sich mit seiner Freundin Henriette auf der Jagd nach der Drachenträne. 

Brechen Sie mit Nim und Henriette auf zu einer wunderbaren Reise und erleben neben einem aufregenden Abenteuer die Entwicklung einer echten, tiefen Freundschaft.

Cover: Dennis Müller, Illustrator
Link    zum Buch, erhältlich über Amazon

Schnee, Schnee, Schnee…

 

In wilder Fahrt sauste Nimotheus Leopold Hetterich, der von seinen Freunden nur Nim genannt wurde, auf seinem Schlitten den Hang hinunter. Sein Schal flatterte wild im Wind und er jauchzte laut und grinste überglücklich von einem Ohr bis zum anderen Ohr.

„Huuuuuuuuuuuuuuuuuiii“, brüllte er und blickte sich um. Wohin war denn Henriette gefahren? Seine Freundin war doch gerade noch hinter ihm gewesen. Nim schaute wieder nach vorn und erschrak fürchterlich. Die nächste Kurve lag bereits vor ihm und Nim war viel zu schnell unterwegs. Seine kleinen Füßchen fest in den Schnee stemmend, versuchte er zu bremsen. Doch es kam, wie es kommen musste. In hohem Bogen flog der kleine Kobold von der Strecke, wirbelte durch die Luft und krachte zu Boden. Mit allen Vieren wild strampelnd wunderte er sich darüber, dass er sich offensichtlich in irgendetwas verfangen hatte. Und überhaupt, warum war es denn so dunkel um ihn herum? Panisch kreischte der kleine Kerl noch lauter und schlug gegen das, was sich auf ihn gelegt hatte. Dann erst flog seine Bettdecke weg und Nim starrte mit weit aufgerissenen Augen hektisch umher.

Als Nim begriff, was da gerade geschehen war, ließ seine Anspannung nach.