In wilder Fahrt sauste Nimotheus Leopold Hetterich, der von seinen Freunden nur Nim genannt wurde, auf seinem Schlitten den Hang hinunter. Sein Schal flatterte wild im Wind und er jauchzte laut und grinste überglücklich von einem Ohr bis zum anderen Ohr.
„Huuuuuuuuuuuuuuuuuiii“, brüllte er und blickte sich um. Wohin war denn Henriette gefahren? Seine Freundin war doch gerade noch hinter ihm gewesen. Nim schaute wieder nach vorn und erschrak fürchterlich. Die nächste Kurve lag bereits vor ihm und Nim war viel zu schnell unterwegs. Seine kleinen Füßchen fest in den Schnee stemmend, versuchte er zu bremsen. Doch es kam, wie es kommen musste. In hohem Bogen flog der kleine Kobold von der Strecke, wirbelte durch die Luft und krachte zu Boden. Mit allen Vieren wild strampelnd wunderte er sich darüber, dass er sich offensichtlich in irgendetwas verfangen hatte. Und überhaupt, warum war es denn so dunkel um ihn herum? Panisch kreischte der kleine Kerl noch lauter und schlug gegen das, was sich auf ihn gelegt hatte. Dann erst flog seine Bettdecke weg und Nim starrte mit weit aufgerissenen Augen hektisch umher.
Als Nim begriff, was da gerade geschehen war, ließ seine Anspannung nach.
